Nebenkostenabrechnung prüfen: Wenn Ihr Mieter Widerspruch einlegt!

Sie haben Ihrem Mieter die Nebenkostenabrechnung übersendet und dieser hat Zweifel an der Richtigkeit. Sie möchten also die Nebenkostenabrechnung prüfen lassen oder selbst prüfen, ob Sie sich an alle Richtlinien gehalten haben. Wir geben Ihnen heute die nötige Hilfestellung, damit Sie Ihre Nebenkostenabrechnung selbst prüfen können und zeigen Ihnen, welche Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie die Prüfung anderen überlassen.

Nebenkostenabrechnung selbst prüfen: Ein Leitfaden!

Beim Erstellen der Nebenkostenabrechnung kann Ihnen schnell ein Fehler unterlaufen.
Ihr Mieter will die Nachzahlung nicht leisten, weil er denkt, dass die Nebenkostenabrechnung falsch oder zu hoch ist. Dies sorgt schnell für Unmut zwischen Ihnen und Ihren Mietern. Damit Sie selbst prüfen können, ob die von Ihnen erstellte Betriebskostenabrechnung korrekt ist, haben wir etwas für Sie zusammengestellt.

Bei der Nebenkostenabrechnung passieren einige Fehler öfter als andere. Damit Sie für sich die groben Fehler ausschließen können, wenn Sie die Nebenkostenabrechnung selbst prüfen, haben wir eine Liste erstellt.

  1. Mietvertrag: Zunächst muss im Mietvertrag vereinbart werden, welche Kosten auf Mieter zukommen, wenn es um die Nebenkosten geht. Dieser Punkt ist der wichtigste, da ohne die Vereinbarung im Mietvertrag keine Nebenkosten auf Mieter umgelegt werden können.
  2. Abrechnungszeitraum: Weiterhin müssen Sie eine Nebenkostenabrechnung für den Zeitraum von zwölf Monaten erstellen. Diesen Zeitraum können Sie jedoch selbst festlegen. Er muss nicht mit einem Kalenderjahr übereinstimmen.
  3. Abrechnungsfrist: Die Nebenkostenabrechnung muss innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abrechnungszeitraum erstellt werden. Wenn Sie diese Frist nicht einhalten, können Sie die anfallenden Betriebskosten nicht mehr auf Mieter umlegen. Dann erübrigt sich auch die Arbeit, die Nebenkostenabrechnung prüfen zu lassen.
  4. Verteilerschlüssel: Sie müssen die Verteilerschlüssel, nach denen Sie die Nebenkosten umlegen nicht nur im Mietvertrag benennen, sondern auch in der Nebenkostenabrechnung. Dies dient auch dem Mieter als Möglichkeit, alle Kosten nachvollziehen zu können. Heiz- und Wärmekosten müssen Sie immer zu mindestens 50 % auf die einzelnen Verbraucher umlegen. Auch in diesem Punkt kommt es oft zu Fehlern.
  5. Einhaltung der Form: In diesem Zusammenhang sollten Sie auf eine sehr nachvollziehbare Nebenkostenabrechnung achten. Zeigen Sie nicht nur die gesamten Kosten auf, sondern schlüsseln Sie diese am besten nach Kostenart auf. Je genauer Sie auf die einzelnen Kosten, deren Zusammensetzung und deren Verteilung eingehen, desto besser. Dann wird es im Anschluss auch einfacher, die Nebenkostenabrechnung zu prüfen.
  6. Gewerbeeinheiten: Befindet sich eine Gewerbeeinheit im Gebäude, müssen diese Kosten gesondert abgerechnet werden.
  7. Leerstände: Nebenkosten, die entstehen, während eine Wohneinheit leer steht, sind ein Risiko, welches Sie als Vermieter tragen müssen. Die Nebenkosten dürfen nicht auf andere Mieter umgelegt werden. Wenn Sie Ihre Nebenkosten prüfen, achten Sie darauf, die leerstehende Wohnung separat auszuweisen, damit die restlichen Mieter Klarheit bekommen. Andernfalls kann dieser Kostenpunkt schnell zu einem Streitpunkt werden.
  8. Sonstige Betriebskosten: Sobald Kosten anfallen, die zwar per Betriebskostenverordnung zu den Betriebskosten gehören, allerdings nicht klar benannt wurden, sollten Sie dies auf jeden Fall nachholen. Machen Sie klar, welche Kosten genau unter den Punkt der sonstigen Betriebskosten fallen. Idealerweise tauchen diese Betriebskosten auch im Mietvertrag auf.
  9. Instandhaltungskosten: Ein weiterer wichtiger Punkt, der oft falsch gemacht wird, sind die Kosten für Instandhaltung und Reparaturen. Wenn Sie die Nebenkostenabrechnung prüfen oder diese überprüfen lassen, sollten Sie darin keine Kosten für die Instandhaltung finden. Diese Kosten sind mit der Miete beglichen und gehören nicht in die Nebenkostenabrechnung.

Wenn Sie bei diesen üblichen Fehlern nicht fündig geworden sind, sollten Sie eventuell einen Experten konsultieren. Die Nebenkostenabrechnung überprüfen zu lassen, kann Ihnen nicht nur bei der aktuellen Abrechnung, sondern sogar bei allen weiteren helfen. Wir zeigen Ihnen nun die gängigsten Möglichkeiten, um eine Nebenkostenabrechnung prüfen zu lassen, und mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben.

Nebenkostenabrechnung überprüfen lassen: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Neben der Möglichkeit, Ihre Nebenkostenabrechnung selbst zu prüfen, zeigen wir Ihnen hier die verschiedenen Möglichkeiten, wie Sie Ihre Nebenkostenabrechnung prüfen lassen können. Weiterhin zeigen wir Ihnen die Kosten auf, die dabei entstehen.

Mieterbund: Obwohl der Name impliziert, dass es sich um einen Bund für Mieter handelt, können Sie auch als Vermieter die Nebenkostenabrechnung prüfen lassen. Normalerweise bietet der Mieterbund Mietern eine Plattform für verschiedene Fragen und Anliegen. Auch das Prüfen der Nebenkostenabrechnung gehört dazu. Alles, was Sie dazu tun müssen, ist, Mitglied werden. Die Mitgliedschaft kostet etwa 100,00 € pro Jahr. In diesen Kosten sind auch die Kosten für die Prüfung der Nebenkostenabrechnung enthalten.

Anwalt: Sie können auch einen Fachanwalt für Mietrecht beauftragen, um Ihre Nebenkostenabrechnung zu prüfen. Wenn Sie sowieso schon Mandant eines Fachanwalts für Mietrecht sind, weil die Klärung mit Ihrem Mieter sonst nicht mehr möglich ist, kennen Sie wahrscheinlich die Kosten. Ein Fachanwalt kennt sich mit den aktuellen rechtlichen Bestimmungen aus und nimmt für dieses Wissen meist mehr als 100,00 € pro Stunde. Wenn die Prüfung der Nebenkostenabrechnung einige Stunden dauert, können Sie sich ausrechnen, dass dies zwar ein rechtssicherer Weg ist, allerdings auch der teuerste.

Andere Dienstleister: Im Internet finden Sie weitere Dienstleister, die für die Prüfung der Nebenkostenabrechnung pauschale Beträge verlangen. Die Preise reichen hierbei von 30,00 bis 150,00 €. Meist werden die Nebenkostenabrechnungen von Anwälten oder Anwaltsgehilfen geprüft. Diese pauschale Überprüfung könnte also durchaus ein guter Mix aus den beiden oben beschriebenen Vorgehen sein.

Am besten ist es jedoch, wenn eine Prüfung überhaupt nicht erforderlich wird, weil Sie schon bei der Erstellung der Nebenkostenabrechnung alles richtig gemacht haben. Natürlich lassen sich Fehler nicht zu 100 % vermeiden, es gibt jedoch einen Weg, wie die Abrechnung sicherer und einfacher erstellt werden kann. Dazu ist kein Muster für die Nebenkostenabrechnung erforderlich und sogar das Umlegen mit Verteilerschlüssel gelingt ohne Fehler.

Nebenkostenabrechnung prüfen leicht gemacht!

Unabhängig davon, wie Sie Ihre Nebenkostenabrechnung gerade erstellen – wahrscheinlich passieren dabei trotzdem noch gravierende Fehler. Wir können Ihnen heute ein Programm empfehlen, welches Ihnen bei der Vermeidung solcher Fehler hilft. Dadurch wird es nicht nur einfacher, eine Nebenkostenabrechnung zu erstellen, sondern das Prüfen der Nebenkostenabrechnung fällt einfacher, falls es nötig wird. Das Beste an diesem Nebenkostenabrechnung Programm, ist die einfache Bedienbarkeit und die smarte Handhabung.

Wir empfehlen Ihnen zur Abrechnung der Nebenkosten Vermietet.de. Die digitale Abrechnung mit Vermietet.de funktioniert folgendermaßen:

  1. Melden Sie sich bei Vermietet.de an. Anschließend werden Sie autoatisch in das Vermietet.de-Onlineportal weitergeleitet.
  2. Hier können Sie dann zunächst Ihre Immobilie anlegen, die Sie verwalten möchten. Am besten, Sie haben alle wichtigen Eckdaten der Immobilie zur Hand. Dann gelingt die Eingabe schneller.
  3. Im Anschluss können Sie alle Kontakte, Mieter, Kosten und Dokumente, die zur Immobilie gehören, zuordnen und einpflegen.
  4. Am Ende des Abrechnungszeitraums klicken Sie den Button zur Erstellung der Abrechnung von Nebenkosten.
  5. Ein Systemassistent führt Sie durch die wichtigsten Punkte für die Nebenkostenabrechnung.
  6. Es dauert nur wenige Minuten, bis die Nebenkostenabrechnung fertig ist. Diese können Sie dann downloaden und an die Mieter versenden.

Das erleichtert auch die Prüfung der Nebenkostenabrechnung, wenn Sie an diesen Punkt gelangen. Wir hoffen, dass wir Sie etwas darüber aufklären konnten, wie Sie die Nebenkostenabrechnung prüfen können. Unabhängig davon, ob Sie die Prüfung selbst durchführen oder durchführen lassen.

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