Was sind Nebenkosten? Eine Übersicht für Vermieter

Um eine Nebenkostenabrechnung zu erstellen, müssen Sie zunächst wissen, welche Nebenkosten auf Mieter umlegbar sind und wie dies geschieht. Wir wollen Ihnen heute eine Übersicht der verschiedenen Nebenkosten geben, damit Ihnen die Nebenkostenabrechnung einfacher gelingt. Zum Schluss werden wir Ihnen noch einen Weg zeigen, wie Sie mit einem Nebenkostenabrechnungsprogramm auch noch Zeit und Geld sparen.

Was sind Nebenkosten?

Nebenkosten sind die Kosten, die bei einer Immobilie laufend anfallen können. Dabei ist es unerheblich, ob Sie als Vermieter Nebenkosten zahlen oder die Nebenkosten auf Mieter umlegen. Fakt ist, dass Sie sich hierbei an strenge Regeln halten müssen, wenn Sie Nebenkosten einer Wohnung oder Nebenkosten eines Hauses auf Mieter umlegen möchten.

Die Betriebskostenverordnung regelt, welche Nebenkosten umlagefähig sind und welche nicht. Diese Kosten können dann mittels Nebenkostenvorauszahlung oder Nebenkostenpauschale auf Mieter umgelegt werden. Diese Vorauszahlungen sind monatlich von Ihrem Mieter zu zahlen.

Was sind Nebenkosten? Diese grobe Antwort reicht Ihnen wahrscheinlich noch nicht, um zu beurteilen, welche Kosten zu den Nebenkosten gehören. Wir werden Ihnen Grund dessen zeigen, welche Kosten genau gemeint sind. Weiterhin gibt es einen kleinen Unterschied zwischen Nebenkosten und Betriebskosten. Wir werden uns heute den Betriebskosten widmen, die umgangssprachlich oft Nebenkosten genannt werden.

Nebenkosten für Wohnungen und Nebenkosten für Häuser

In der Betriebskostenverordnung gibt es keine Unterscheidung zwischen Nebenkosten für Häuser oder Nebenkosten für Wohnungen. Trotzdem möchten wir die Nebenkosten etwas aufteilen. Die Wohnform spielt eine Rolle, wenn es um die Höhe der Nebenkosten geht. Sollten Sie eine Eigentumswohnung selbst bewohnen, ist für Sie das Hausgeld relevant. Dieses inkludiert mehr Nebenkosten als die Kosten, die Sie auf Mieter umlegen können.

Folgende 17 Punkte können Sie laut Betriebskostenverordnung auf Mieter umlegen:

  1. Öffentliche Lasten wie beispielsweise die Grundsteuer
  2. Kosten der Wasserversorgung. Hierzu zählen Kosten für den Wasserverbrauch, die Bereitstellungsgebühr, Wasserzähler, Eichkosten für Wasserzähler, Kosten für die Berechnung und Aufteilung, Wartungskosten, Kosten für den Betrieb einer Wasserversorgungsanlage und einer Wasseraufbereitungsanlage. Diese Kosten fallen als Nebenkosten bei Wohnungen und als Nebenkosten bei Häusern an.
  3. Gebühren für die Grundstücks- und Hausentwässerung. Hierunter fallen auch Kosten für eine Entwässerungsanlage und einer Entwässerungspumpe.
  4. Heizkosten zählen natürlich auch zu den Nebenkosten. Sie können zusätzlich auch die Kosten für den verbrauchten Brennstoff und dessen Lieferung umlegen. Des Weiteren auch die Kosten für den Betrieb einer zentralen Brennstoffanlage, die eigenständige gewerbliche Lieferung von Wärme und die Reinigung und Wartung von Etagenheizungen und Gaseinzelfeuerstätten.
  5. Kosten für eine zentrale Warmwasseranlage gehören ebenfalls zu den Nebenkosten. Darunter fallen auch Kosten für die gewerbliche Lieferung von Warmwasser oder die Reinigung und Wartung von Warmwassergeräten. Auch hier sind die Nebenkosten bei Wohnungen und Häusern meist gleich.
  6. Kosten für verbundene Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen
  7. Der Betrieb und die laufenden Kosten für Personen- und Lastenaufzüge zählen ebenfalls zu den Nebenkosten. Wahrscheinlich sind diese Nebenkosten bei Wohnungen relevanter als bei Häusern.
  8. Die Kosten für die Müllentsorgung und die Straßenreinigung fallen dann wieder bei beiden Immobilienarten an.
  9. Die Reinigung des Gebäudes oder eine regelmäßige Ungezieferbekämpfung zählt ebenfalls zu den Nebenkosten. Diese Kosten können allerdings nur umgelegt werden, wenn Sie regelmäßig anfallen und gemeinschaftliche Flächen betreffen.
  10. Sie können auch die Kosten für einen Gärtner auf Mieter umlegen. Ein Gärtner wird wahrscheinlich eher bei den Nebenkosten für Häuser anfallen als bei Wohnungen.
  11. Die Beleuchtung von gemeinsam genutzten Flächen ist ebenfalls umlagefähig.
  12. Kosten für den Schornsteinfeger sind ebenso Nebenkosten.
  13. Sach- und Haftpflichtversicherungen; neuerdings auch die Elementarversicherungen.
  14. Sie können auch die Kosten für einen Hausmeister auf Mieter umlegen. Sobald ein Hausmeister tätig wird, dürfen die Kosten aus Punkt 2 bis 10 und aus Punkt 16 nicht mehr separat umgelegt werden. Dieser Punkt ist wichtig, um doppelte Belastungen der Mieter zu vermeiden.
  15. Breitband- oder Antennenanlagen
  16. Kosten für den Betrieb von Waschräumen
  17. Alle Nebenkosten, die hier nicht aufgeführt wurden, aber trotzdem laut Betriebskostenverordnung umlagefähig sind, gehören unter diesen Punkt.

Sie sehen also, dass es einige Unterschiede geben kann, wenn Sie die Nebenkosten einer Wohnung oder Nebenkosten eines Hauses betrachten. Wir hoffen, dass Sie durch diesen Beitrag etwas mehr Klarheit über die Frage, „Was sind Nebenkosten?“, gewonnen haben.

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